“Keratokonus”, was ist das ?
Keratokonus ist eine fortschreitende Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut des Auges. Die Folge ist schwankende und abnehmende Sehschärfe. Der Keratokonus ist auch einer der häufigsten Gründe für eine Hornhauttransplantation. Je früher er entdeckt und stabilisiert wird, desto größer ist die Chance, das zu verhindern. Leider bleibt die Erkrankung immer noch viel zu häufig unentdeckt. Mit gründlichen Voruntersuchungen und speziellen Tests kann man die typischen Wölbungen schon im Frühstadium erkennen.
Zwei Formen des Keratokonus werden unterschieden. Zum einen die “stille” Form des Keratokonus, die sogenannten “Forme Fruste” und zum anderen die voranschreitenden Keratokonus, die “progressive” Form.
“Keratokonus”, was ist das ?
Bei der “Forme Fruste” Form des Keratokonus gibt es keinerlei Symptome und sie kann von einer normalen Hornhautverkrümmung gar nicht unterschieden werden. Oftmals wird sie bei einer augenärztlichen Kontrolle eher zufällig entdeckt. Bei stabilem Zustand muss diese Erkrankung nur ärztlich beobachtet werden.
Die ‘’Progressive ‘’Form kann sich bereits im jugendlichen Alter bemerkbar machen. Wenn die Erkrankung fortschreitet, ist eine Korrektur mit Brillengläsern immer schwerer möglich, da die Vorwölbung der Hornhaut unregelmäßig wird. Dieser sogenannte unregelmäßige “Astigmatismus” (Hornhautverkrümmung) wird deshalb besser durch Kontaktlinsen korrigiert. Die harten / form stabilen Kontaktlinsen gleichen die unregelmäßige Verkrümmung aus. Nimmt die Vorwölbung jedoch zu, werden Kontaktlinsen zunehmend schlechter vertragen oder fallen gar spontan heraus. Die Hornhaut wird dünner und kann vernarben. Dies führt zu einer dauerhaften Sehverschlechterung, welche sich durch optische Hilfsmittel nicht mehr verbessern lässt.
Bis vor einigen Jahren bestand die einzige Möglichkeit zur Behandlung des Keratokonus darin, die erkrankte Hornhaut zu entfernen und durch eine Spenderhornhaut auszutauschen. Diese Organverpflanzung ist eine Operation, die mit Risiken und Komplikationen verbunden sein kann. Heute gibt es die Möglichkeit, das Fortschreiten der Erkrankung durch die Crosslinking-Methode zu verhindern.
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